Ein offener Brief – für Thilo und alle, die vom Agieren von Ludwig Börner betroffen sind oder waren
Meine Erfahrungen mit dem Vereinsvorstand des Schützenvereins Mittleres Erzgebirge, SVME, Ludwig Börner.
Vorgeschichte:
Am 20.12.2019 ist der geistige Vater und „Macher“ des Schützenvereins Mittleres Erzgebirge, Thilo Weidensdörfer aus Waldkirchen viel zu früh von uns gegangen.
Ich habe Thilo durch meine Tätigkeit als Hersteller von Präzisionsgewehren ein paar Jahre zuvor durch sein Wirken um den Schießstand Rosenberg 1 und das Schützenhaus in Forchheim kennengelernt.
Da zwischen uns die „Chemie“ sofort stimmte, war ich immer wieder vor Ort, bis ich ab 2016 im fließenden Übergang meinen Lebensmittelpunkt aus dem Odenwald in das Erzgebirge verlegt und mich in Niederlauterstein niedergelassen habe.
Da ich von dem Engagement Thilos und dem Verein begeistert war, habe ich dem Verein von Anfang an Zuwendungen in Form von Sach- und Geldspenden zukommen lassen und nach dem Ableben von Thilo Monate Arbeitszeit in den Erhalt und Ausbau der Schießstände investiert. Darüber hinaus habe ich meine Geschäfts- und Pressekontakte eingebracht und den Verein und Thilo im Rahmen meiner Möglichkeiten in jeder Hinsicht unterstützt.
Um zu verstehen, warum ich mich zu dieser Dokumentation entschlossen habe, vorab folgende Hintergrundinformationen:
Nachdem Thilo, der sich fast täglich um die Vereinsanlagen gekümmert hat, verstorben war, eskalierte die Situation im „Stolln“ innerhalb weniger Tage. Die Schießanlage drohte bedingt durch ständig einlaufendes Schichtwasser und die marode Wasserhaltung „abzusaufen“. Das Wasser stieg stündlich immer höher und es musste sofort gehandelt werden.
Um das Schlimmste abzuwenden, habe ich über die Feiertage und den Jahreswechsel 2019/20 gemeinsam mit Ludwig Börner mit Pumpen und Material aus meinem Fundus eine notdürftige Wasserhaltung errichtet. Parallel dazu liefen im Auftrag von Ludwig Börner von meiner Seite aus Planungen für eine grundlegende Sanierung an, um den Schießstand dauerhaft zu sichern. In den darauffolgenden Monaten konzentrierte sich meine Arbeit täglich nahezu vollständig darauf, die notwendigen Tätigkeiten für die Erhaltung der Anlage zu verrichten. Ich habe im Auftrag von Ludwig Börner die „Bauleitung“ übernommen.
Ich zitiere an dieser Stelle den damals von Ludwig Börner mehrfach ausgesprochenen Satz: „Ohne Manfred gäbe es den Stolln nicht mehr“
Alleine mit der in dieser Zeit geleisteten Arbeit zusammen mit der nachfolgenden Planung für den weiteren Ausbau des Stollns für eine Schussdistanz auf 600 m und den damit verbundenen Tätigkeiten habe ich dem Verein sicherlich einen Betrag im hohen fünfstelligen Bereich erspart.
Ich halte dies an dieser Stelle nicht fest, um mich selbst in den Vordergrund zu stellen, der Leser soll nur nachvollziehen können, wie der Vereinsvorstand erbrachte Arbeitsleistung, Spenden, Entgegenkommen etc. zu würdigen weiß. Das gilt im Übrigen auch besonders für die Leistungen (leider zwischenzeitlich zumeist ausgetretener) aktiver Vereinsmitglieder und Außenstehender, die den SVME in vielfacher Hinsicht unterstützt haben und ohne die die „Rettung“ des Schießstands unter Tage nicht möglich gewesen wäre.
An dieser Stelle möchte ich für die Nachwelt einige Fakten über den ersten Vorstand des Vereins, Ludwig Börner, festhalten, damit sie zum Verständnis beitragen, nicht in Vergessenheit geraten undVorgehensweisen undHandlungen des Vereinsvorstands festhalten. Das bin ich –––>
